April 15th, 2010
Zur Zeit sind die Kranken voller Dauerliebe im Einsatz. Irre überfallen andere oder stellen ihnen nach. Wieder andere stehen da mit mindestens zehn Geliebten oder ganz viele andere wären gerne so. Nur keine Zeit. Oder nicht mutig genug. Das Netz ist voller Kranker mit fiktionalen Beziehungen. Die ganze Welt hat mindestens zwei noch unbekannte Verhältnisse irgendwo in der Welt am laufen. Die ersten Kliniken mit Sex-Therapien erweitern stets kompetent das Angebot. Es wird auch von den Prominenten, welche ihre Zeit optimal nutzen wollen sehr gut in Anspruch genommen. Die Sexkrankheit ist auf dem Weg ein Bestandteil in der Gesellschaft zu werden. Warum auch nicht. Schließlich ist die Liebe das Bedeutendste auf der Suche zum Glück. Wer sagt denn auch, dass jeder im Leben nur eine Liebe findet. In der vernetzten Welt kann jeder schnell und günstig gleich mehrfach einen Ausgleich rund um die Uhr finden. Die Angebote an Menschen und gratis Mitgliedschafte der Partnerbörsen überschlagen sich jeden Tag. Alle sind süchtig nach Liebe. Oder doch nur dauerscharf auf Sex? Und wenn einer nicht will, dann überfallen wir einen im Park. Wer erwischt wird, sagt einfach “es war Liebe auf en ersten Blick” Ein liebevolles Geständnis ganz im Sinne der Zeit. Die Menschen mit viel Geld bezahlen es einfach und manchmal kommen diese Garagenleidenschaften oder Fitnessfreuden am das Licht. Sorgen für kurzen Wirbel. Alles vergessen. Eine kurze Therapie und alles wieder auf Start. Die Kirche hat es da besser. Die wahre Leidenschaft der Liebe wird verschwiegen. Das schöne daran ist, eine jahrelanges beständiges Feuer mit den Jüngern. Das ist die wahre Leidenschaft. Ein Leiden ohne Behandlung für die Partner. Die Kirche beruht in seinen Werten auf lebenslange Beziehung in allen Grundwerten. Morgen werden wieder neue liebevolle Botschaften in der Zeitung stehen.
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April 14th, 2010
Sie sitzen da wie die schlaffe Ölsardinen auf dem Weg in die Bratpfanne. Mit langen Nasen und noch viel kürzeren Beinen zusammen geklappt auf den Polyestersitzen. Das waren wieder acht und mehr Stunden in der grössten Konserve der Menschheit: die Arbeit. Tagtäglich die ähnlichen leeren Gesichtet voller Erwartungshaltung die eigene Konservebüchse schnell zu erreichen. Die Landschaft zieht monoton auf schlecht geputzten und zerkratzten Fenstern vorbei. Wartend auf die nächste Panne. Jeder Zwischenfall macht die Fahrt spannender. Wippend nach Links und rechts bewegen sich die Köpfe in geübter Manier. Hände umgreifen Taschen, Plastiktüten und andere Behältnisse. Ein sanfter schaaler Biergeruch einer Blechdose umschmeicheld die Nase. Dazu der kalte Rauch. Die fahrende Konserve hat so seinen eigenen Duft. Draußen wieder angekommen geht die Sonne unter oder ist bereits verschluckt im Boden. Wassermassen aus der Luft sorgen für eine neue Frisur. Der Frseur hat schon seine Tür abgeschlossen und ist geflüchtet in die eigene Büchse.
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April 12th, 2010
Du bist der dieser Familienmensch. Dachte ich jedenfalls. Nein - ich war die letzten Jahre in der Pfalz unterwegs. Aber das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass du keine Kinder hast. Ja ich treffe in der Bahn immer wieder die alten Gesichter. Und da nach Jahren. Ich gehe immer wieder alle fünf Jahre auf diese Klassentreffen. Wirklich ein interessanter Rhythmus. Die umgebung ist so schön dass man immer wieder zurück kommt. Ach du musst aussteigen. Ja wir treffen uns bestimmt mal wieder. Stehst du im Telefonbuch. Super dann weiss ich Bescheid. Ach ja was machst su eigentlich.
Zum Glück hat meine Schwester gerade ein Kind bekommen, so habe auch ich ein wenig Familie und viel Spaß nebenbei.
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April 11th, 2010
Oder auch ein Tag, der alle sieben Tage ist. Schönes Wetter impliziert der letzte Tag der Woche. Freie Zeit und einen Tag in der Woche tun was jeder gerne tut. Spät aufstehen und die Seele baumeln lassen. Die kommende Woche andenken. Oder auch verschlafen. Spaziergänge geben Ruhe und das Gefühl eines Tages, wie wir ihn ein Leben lang wünschen. Sonntag ist die perfekte Vorstellung für die Rente. Die Zeit, wo jeder Tag ein Sonntag ist. Ist es dann soweit, dann wird Sonntag ein wirklich langweiliger Tag. Auch wenn die Sonne scheint und dreizig und mehr Grad vom Hinmel auf uns herab scheinen.
Nun sitzen sie hier die Herrschaften im Café und trinken den wohlverdienten Cappucino und dazu den Käsekuchen aus dem Rohr mit Rosinen. Gegenstand des Gespräches ist die Politik, Freunde oder auch die immerschlechte Politik. Alles Spezialisten mit großen Kenntnissen zur Lage in der Familie und Politik. Ein wirkliches Ereignis. Dieses und andere wirklich entscheidende Dinge werden an diesem Sonntag getan. Alle Menschen arbeiten 6 Tage die Woche geradezu auf diesen Tag hin und freuen sich auf den Sonntag. Und nun wie heute regnet es an diesem Sonntag. Keine gute Grundlage für die kommende Woche. Anders ausgdrückt verfehlt dieser Sonntag seinen Sinn und auch seinen Namen. Schlimm. So kommt es, daß der Sonntag verantwortlich ist für die höchste Selbstmordrate gerechnet an allen Wochentagen. Das Wetter ist demnach von wirklicher Bedeutung für den Sonntag. Und das die Sonne anwesend ist, ist nicht garantiert. So ist das Wetter.
Der Sonntag ist ein derzeit nach der gesetzlichen und gültigen Regel der letzte Tag der Woche (01. Januar 1976 nach DIN 1355 entsprechend der internationalen ISO-Norm R 2015). Der Tag an dem generell arbeitsfrei ist. Das ist gesetzlich sicher. Es ist auch der Kirchentag für die meisten Menschen oder zumindestens diejenigen, die noch in der Kirche sind. Die Kirche war es, die diesen besonderen Tag eingerichtet hat. Das war im Jahr 321 nach Christi, wo der Kaiser Konstantin I den Sonntag zum allgemeinen Ruhetag erklärte. Als Bedingung verpflichtete sich jeder Bürger in die Kirche zu gehen. Warum sollte auch sonst jeder Bürger einfach so frei bekommen. In einer Zeit, wo es noch keinen Urlaub gab und eine Urlaubsregelung sowieso nicht. Also wurde in die Kirche gegangen und der zehnte Teil des Lohns ging mit in den Klingelbeutel. Schließlich arbeitete auch jeder ab jetzt 4 Tage weniger. Die Kirche war schon immer imstande Verpflichtungen im doppelten Sinne für sich zu machen. Das war auch gleichzeitig der Beginn der Entstaheung von Cafe-Häusern in der Welt. Sonntag ist eben ein Tag für alle.
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März 9th, 2010
Schon das Wort Hamburger weckt unterschiedlichste Assoziationen bei jemanden in der Republik. Der eine denkt an einen Hamburger, der gerade frisch vom Grill kommt und mit einem frischen Salatblatt garniert wird. Dazu kommt echter Heinz Ketchup, eine Variation, der insgesamt 57. In diesen Hamburger beisst jeder gerne hinein und freut sich sich auf den feurigen Geschmack mit leckeren Grillrauch im Rinderfleisch. Das Stück Tomate presst sich langsam aus der Seite zwischen den beiden Brothälften heraus. Die Zunge stoppt das rote glassierte Stück vor dem Absturz auf den kalten Erdboden. Was für ein Gefühl einen Hamburger grob zerbissen, zermahlen in die Speiseröhre hinein zu gleiten. Es wird warm unterhalb der Zunge. Der Geschmacksinn erreicht den Höhepunkt, bevor er als Brei die Speiseröhre hinunter rutscht, um als braune übelriechende zusammen gedrückte Wurst in ein kleines Wasserbecken geworfen zu werden. Schöne Vorstellung eines Hamburgers. So ist das mit den Hamburgern, die tausendfach im Lande, ohne daran zu denken, einfach zermahlt werden. Dann gibt es noch die anderen Hamburger, die am Wasser wohnen und die meiste Zeit den Regen als Freund haben und es lieben zu arbeiten den ganzen Tag. Arbeit kann ganz unterschiedlich sein. Welche sitzen an Seen herum und starren unaufhörlich auf das melancholische Wasser am See. Es gibt keine Bewegung im Wasser. Die Gedanken stehen still und sind für einige Stunden ausser Kraft. Was für eine Gabe. Der perfekte Urlaub mit der Angel. Überall ausübbar, wo ein Gewässer jeglicher Art ist. Zum Glück finden nicht alle dieses langweilige Hobby so aufregend. Die Seen und Flüsse wäre leer gefischt und die Ruhe dahin. Das ist so wie im Stadtpark im Sommer mit den lebendigen Konserven nackt auf dem Rücken bei baumelnden Glied unauffällig in den Himmel hinter versteckter Sonnenbrille liegen. In der Türkei fühlt sich der Hamburger weniger wohl. Keine FKK Zone und dazu auch nicht alleine am Strand. Mund halten, sonst ist die Freiheit vorbei und eine türkische Zelle wartet. Sprechen ist gefährlich. Die Türkei ist der moderne Sozialismus der Urlaubsländer. Jedenfalls sehen so die Pracht-Platten-Bauten am Strand aus. Idealler Urlaub für den östlichen Teil des Landes. Aber nicht für den Hamburger.
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Februar 22nd, 2010
Die ganze Republik sind Bauerntölpel und hat nichts in der Birne. So werden auch alle behandelt. Jeden Tag. Immer wieder. Wir gehen durch die Strasse und sehen auf den Plakaten stehen. Günstiger Strom für alle. Du bist blöd und hast noch teueren Strom ist die Aussage. Geiz ist geil ist noch nicht tot. Angel dir einen Fisch, aber warum dafür auch noch Geld bezahlen. Alles umsonst. Billiger war gestern. heute ist alles billiger denn je. Denn nur wer billig ist, ist ein kluger Mensch. Denn klug wollen wir alle sein. Schließlich wechseln wir den Stromanbieter und alles wird billiger. So ist das wie bei den Telefonanbietern. Sie sind nett, wenn wir anrufen. geradezu überschwenglich nett und immer wieder darauf bedacht uns zu überschütten und voll zu schleimen mit der Höflichkeit des Services. Service-Wüste Deutschland ist zwar immer noch da. Aber nur wenn wir einen neuen Vertrag gemacht haben. Kurz nachdem wir uns vollsabbern haben lassen mit der gespukten Freundlichkeit eines Mitarbeiters an den ServiceTelefonen, wird es wieder unfreundlich und wir können keinen mehr erreichen bei den sogenannten 24 Stunden Hotlines. Wirklich tragisch dieses Verhalten. Und wollen wir erneut wechseln, dann haben wir eine sperre von Monaten - oder sogar bis zu zwei jahren vor uns. Warum also wechseln, wenn ein Wechsel nur einen Anruf Freundlichkeit und dann sogar nur eine Kostenersparnis auf ein paar Monate bedeutet. Dann kommen die Preiserhöhungen der Anbieter von ganz selbst. Es muss die Werbung bezahlt werden. Es müssen die sabbernden Quotenmitarbeiter bezahlt werden. Woher soll er auch kommen der billige Strom? Verstrahlt ist der Strom noch dazu. Diesen Strom braucht kein Mensch. Ausser die armen Russen, denen wird der Strom genommen und sie heizen lieber gar nicht oder mit Holz oder der Einrichtung, weil sie haben keine andere soziale Möglichkeit. Wechseln lohnt sich in keinem Falle - weder kostenmäßig noch menschlich. Wir sollten uns in der Zukunft dann doch lieber wieder warm anziehen und dafür sorgen, daß wir jemanden haben, an den wir legen können. Dann wird es schon wieder warm werden.
Dann gibt es diejenigen, die gehen angeln und machen sich gar nicht erst Gedanken. Das sind die wahren Helden der Republik. Sie stecken die Leine in einen See hinein und warten ab bis irgendein armer Fisch anbeisst. Ist der Fisch zu klein wird er wieder zurück geworfen. Hat er die richtige Größe, dann fühlt Mann sich richtig gut und macht zuhause auf toller Hecht. Aber nur keine Gedanken machen woher kommt der Strom und ob dieser billig ist. Nein das kommt nicht in die Auswahl bei der Tagesplanung. Warum auch? Man könnte sich unnötig Gedanken machen. Oder einfach wechseln - auch ohne sich Gedanken zu machen. Das ist der feine Unterschied, warum diese Werbung da draussen funktioniert. Diejenigen, die sich keine Gedanken machen könnten einfach so wechseln ohne sich Gednaken zu machen. Oder diejenigen, die sich Gedanken daß die Rechnung zu teuer ist, könnten einfach so wechseln, weil die Werbung hat dieses gesagt und dann muss das stimmen. Durchschnittlich wechseln die sogenannten “Angeltypen” häufiger als die anderen. Egal ob sie nachdenken oder auch nicht. Aber wer sind die anderen? Die anderen sind Menschen, die schon immer da waren und auch immer wieder kommen. Keine besonderen Menschen. Mann kann auch sagen “die immerschon da waren Menschen”. Oder auch einfach nur Angler - weil di waren auch schon immer da und keiner hat sie vermisst. Warscheinlich steckt in jedem von uns ein Angler. Wir wollten doch alle immer schon einen billigen Preis angeln. Egal, ob dieser billig ist oder nicht. Hauptsache wir angeln nach dem Gewissen ungewissen.
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Februar 21st, 2010
Trübe fing der Tag an und hatte auch den Anschein so zu enden. Der Computer war den ganzen Tag online gestellt. Die Hoffnung, daß jemand sich mit mir treffen wollte rückte immer wieder in weitere Ferne. Schade, aber auch. Meine Herzensdame traf sich mit ihrem alten Mitbewohner zum letzten Schäferstündchen. Da er jetzt die Stadt verlassen würde. Was für ein Glück. Ich konnte den Abend alleine in der großen Stadt möglicherweise mit neuen fremden Menschen verbringen. Eine Unruhe durchtrieb mich schon den ganzen Tag, weil sich keiner gemeldet hatte, um einen wirklich duften Abend in der Bar zu schwungvoller Musik mit mir zu verbringen zu wollen. Das neue frisch gestylte goldig gelockte Bild auf der FotoCommunity hat noch nicht so gearbeitet, wie ich es erwartete. Dabei hatte ich extra geduscht und auch eine super Spülung, die alles so goldig himmlisch glänzend macht hinein gelegt. Warscheinlich sah ich aus wie einer aus den siebziger Jahren. Jemanden, den man die Schlaghose ansah und den Elton John aus den Ohren hörte. Ich wurde nachdenklich, ob alles so seine coole Richtigkeit hatte. Nun ja, gerade war ich dabei das brave Versicherungsbild wieder aus der Ecke im Computer zu kramen, als es plötzlich bong im Postfach machte. Da war es das Mail auf das ich einen Tag hektisch vor dem Bildschirm saß. Eine Einladung mit wildfremden Leuten, die alle vorgaben neu in der Stadt zu sein. Alle waren wie ich einsam. Alle denken sie brauchen einen oder auch mehrere Menschen um glücklich zu sein. Das haben wir so gelernt, daß man in der Gemeinschaft glücklich ist. Ist man erst zusammen, dann beginnt der Stress von neuem. Alle zeigen dann immer wie klasse man ist und geben an, bei Geschichten, die nicht stimmen, daß sich die Balken biegen. Ich war heute wieder der erfolgreiche Grafiker, der sich gerne mit neuen Bekannten umgibt und diesen Einheitsbrei einfachnur satt hat.
Es ging heute in das alternative Vergnügungsviertel Schanze. Dort trinkt man sein Bier zum Aufwärmen, bevor Leute wie ich gesprächig werden. So redselig, daß alle nur noch weglaufen. Im Dandylook geht es auf die Reise. Die U-Bahn mein MonatsTaxi fährt mich zuverlässig dort hin. In der U-Bahn sitzen noch mehr Strohhlmtrinkende Billig-Party-Säufer nuckelnd an 1-Liter-Faxe-Bierdosen. Ich fühlte mich zuhause wie im Club. Auf einmal war die Welt wieder schön. Überall saßen die fremden Freunde und suchten das Gespräch. Nur was sollte ich erzählen? Der Pegel stimmte noch nicht. Ausserdem waren das nicht meine digitalen Freunde. Ein wahrer Jammer. Also nachdem ich wieder aus der Bahn heraus war, knallte ich mir gleich an der Tanke noch zwei kurze Korn rein und zwei Bier auf Ex. Dazu eine Packung Fishermens on top. Ich roch wie harter Typ, der bei Fshermens arbeitet. Die Augen so richtig lässig glassig. Der Gang wie auf einem Schiff bei Windstärke 10 - links und rechts. Komisch ich fand keinen, mit dem ich mich verabredet hatte. Ich sah auch alles doppelt. Da stand nur eine Dame herum, die die Hand aufhielt und meine Bierdose haben wollte. Dann sah ich noch einen ehemaligen Klassenkamerad, der mit einem Handwagen durch die Gegend fuhr in Forschungen an den runden Tonnen durchführte. Kurz um geschaut und ich fuhr nach Hause. Dort war es am schönsten - das weiß doch jeder. Keiner der digitalen Freunde hat sich wieder gemeldet.
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Februar 20th, 2010
Was für ein Abend: Alles umsonst. Sogar die Anfahrt mit der Bahn. Das Leben kann so schön sein, mit einer Frau an der Seite, die in einer Firma arbeitet, wo die Mitarbeiter zum Essen beim Edel-Österreicher eingeladen. Für ganze 100,- Euro. Der Freitag war gerettet. Diesen Freitag konnte ich meine auch so einsamen Freunde in den Communities alleine lassen und nach langer Zeit mal wieder richtig á la Nobel-Schröder fein essen. Meine Haare wurden goldig geölt und eingelockt. Dazu die Tages-Cool-Jeans mit einem nassen Schwamm schön gewischt und kurz angebügelt. Dazu das super Hemd (20 % Polyester) im Holzfäller Look. Den Abschluss machte die Lederjacke im Hafenarbeiter-Stil. Für meine Frau schließlich nuir das Beste. Denn heute war Freitag. Meine Süße sah auch wieder zum Anbeißen aus. Diese Hose in schwarz macht sie total schlank mit der Bluse mit dem Edel-Perser-Glanz, wie meine Klassenkameraden in der achten Klasse immer getragen. Schwarz verrucht geschminkt um die Augen. Betörend dieser dieser Orsay Duft, der mich schon wild machte, bevor wir unsere Wohnung verlassen haben. Die Fahrt in der U-Bahn war wieder sehr gemütlich. Wir sassen und gegenüber und sahen die Stadt bei 60 Stundenkilometern an uns in der Dunkelheit mit den Lichtern vorbei ziehen. Schweigsam genossen wir die Menschen zu beobachten. Eine herrliche Fahrt in die Mönckebergstrasse. Nach einem kurzen Fussmarsch erreichten wir das Restaurant im Levante-Haus. Der Chef-Ober gab uns das Gefühl, als wenn er uns erwarten würde. Mit spitzen Fingern nahm er mir die Lederkutte ab und die Jacke meiner Frau. Die Beleuchtung war romantisch und am Tisch lagen ein paar Rosen.. Wie bei unserem Essen beim ersten Treffen. Im Hintergrund spielte unauffällig sanfte Fahrstuhl-Musik. Eingelullt durch die Atmosphäre und die anwesenden schicken anderen Gäste bestellt ich mein Essen. Was feines vom Kräuterschwein als Vorspeise, eine Tafelspitzbouillon und als Nachtisch bestellte ich einen echten österreichischen Schinken. So dachte ich jedenfalls. Aber Palatschinken ist ja eine Süßspeise. Meine Herzensdame bestellt eine marinierten Tafelspitz und dann im Hauptgang einen Kalbszüngerlsalat - zum Schmankerl am Schluss einen Germknödel. Es war ein Gaumengenuss für meine feinen Hela-Nerven. Danach nehmen wir noch einen Absacker an der Bar und schauten sprachlos vor Hochmut auf die Stadt hinab und stellten uns die Frage, ob dieser Abend nicht ein Leben für uns sei. Die hundert Euro waren schnell und teuer verbraucht. Gegen 22.00 Uhr nahmen wir die U-Bahn wieder heim. Es war ein schöner Abend in die Welt der Genüsse. Nächste woche bleiben wir zuhause oder gehen zum Chinessen um die Ecke die telefonische Bestellung abholen.
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Februar 19th, 2010
Der Tag beginnt um 14.30 Uhr bei der Arbeit. So war das diese Woche. Letzte Woche war alles anders. Es sind wieder diese Tage voller Erlebnisse. Banalitäten, die vielen Menschen das Leben erleichtern. Aber aus meiner Sicht voller Scheisse sind. Die Scheisse, die zudem auch noch stinkt. Heute ist scheissefrei. Ein super Tag. Endlich wieder Zeit meinen tollen Freunden aus den Communities so richtig viel Scheisse zu schreiben. Immerhin muss ich diese aus den alten Aftern dieser Welt nicht riechen, oder soll ich sagen ich vermisse den Duft heute. Die letzten Tage waren der volle Scheiss. Es ist Winter und alle ergiessen auf schnellste Weise ihre aufgestauten Fettvorräte heraus ohne dieses anzukündigen. Eine wirkliche Sauerei. Mein Arbeitstag besteht u.a. daraus die Scheiße jeden Tag sauber weg zu räumen. Dazu kommen auch noch die wirklich liebevollen Gespräche mit den Herrschaften. Nicht alle sind nett. Nur ein paar. Das sind diejenigen, die sich beim Gehen und Schieben fragen, ob wir denn heute schon wieder mit dem Bus in den Tierpark fahren. Diese Gespräch gehören zu den Freuden des Tages. Nachts bin ich dann im Intenet, weil ich nicht schlafen kann´- so sehr beschäftigt mich diese menschliche Scheiße. Meine virtuellen Freunde geben mir Halt und Zuversicht für den neuen Tag. Ab halb elf stehe ich in diesen Wochen auf, bevor ich meinen Toast mit Fleichsalat esse. Was für ein morgen. Meine Frau schleicht sich vor mir um 7.15 Uhr aus der kleinen zusammen gewürfelten Wohnung. Sie läßt mich liegen, ohne einen Kuss. Warscheinlich weil ich gestern wieder bis in das Morgengrauen mit fremden dummen arbeitslosen Frauen, den großen Held geschrieben habe. Alles ein großer Scheiss. Dann geht es zur Arbeit mit der Bahn gegen 13.50 Uhr. Die Bahn ist voller Schüler, die ebenfalls nur Scheiße reden und sich darüber auch noch freuen. Sie zitieren das Fernsehen, die Model WG und andere dunpfe Sendungen, die Deutschland verdmmen lassen. Alte Menschen mögen die Jugendlichen nicht. So ein Scheiß dachte ich auch einmal. Heute lebe ich davon. Dann wenn alle meine Freund schon wieder fast Schluss haben, fange ich an bei den alten Leuten auf nett und lieb zu machen und Ihnen die Scheiße aus dem Hintern zu kratzen. Als sozialer Mensch, wie ich es bin, fällt es einem leicht. Ich wandele durch die Räume im Altenheim und mache mir so meine Gedanken, ob ich im Alter genauso schlecht, wie ein Stück Scheiße behandelt werden von meinem Pfleger. Menschen, die nur ein wenig Gehalt brauchen und ein Hobby, um nicht wahnsinnig zu werden. Ich bin Angler. Sitze am Wasser und höre einfach niemanden zu und muss auch nicht sprechen. Eine gute Vorraussetzung für den Tag im Altenheim. Wenn man wenig den Insassen spricht, dann hat jeder einen ruhigen Tag. ganz oft vergeht mir das Sprechen. Die Tüt zum Zimmer geht auf, dann kommt einem dieser faulige beissende süßliche Geruch durch die Nase. Atmen verboten. Dort liegt die Helga W. aus Lüneburg in ihrem Matsch. Ich erlöse die gute alte Dame mit meinen sterilen Einweghandschuhen. Was für eine Pracht diese leichte bröckelige Suppe durchzogen mit hellbraunen Linien und manchmal auch Maiskörnern. Den Speiseplan aus der Küche kenne ich gut. Die Einsatztage und die Ausscheidungen kann man nach Speiseplan vorher sagen. Was für eine Scheiße. Morgen ist so ein neuer Tag.
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Februar 18th, 2010
Eine Wahrheit, die keine ist und immer wieder neu geschrieben wird. Heute ist alles wärmer als sonst. Alle sitzen wieder auf der Strasse und versuchen cool in der gerade verzogenen Kälte einen Cafe Latte. Ein schöner Anblick. Bis heute morgen kommt die kalte Front wieder. Pünktlich zum Wochenende. Die Selbstrate wird auch wieder anziehen. Die Kälte ist wichtig für die Welt. Unsere Welt leidet an Überbevölkerung. Der Winter heilt dieses. Dann gibt es auch noch Mensche, die sitzen zuahsue am Küchentisch und bereiten sich auf die neue Angelsaison ohne Eis vor. Die Köder werden gebunden mit großer sabbernder Inbrunst. Der Küchentisch wird mit leichten Blutspritzern übersät. Dazu wird der gute alte Elton John gehört und es wird geschwelgt in alten Zeiten, wo man die Rute noch auf bis zu 50 Metern auswerfen konnte. Jetzt im Winter werden wir d depressiv und treffen uns mit lauter lauen Fremden nachts, wo man die Fremden nicht sieht. Es werden Parties, die sich so nennen besucht. Jeder spielt in der menschlichen Kälte auf Sommerfeeling, anstatt sich zuhause zu verabreden und einfach nur zu reden. Doch vor dem Sommer kommt der Frühling und das positive Lächeln kommt in die Gesichter. Tragik-komisch die gesamte Stimmung. Wenn heute der große Regen eintritt, kommt wieder mürrisches in die Gemüter. So ist das mit den Menschen. Immer wieder und jedes Jahr dasselbe. Schön, daß es die Jahreszeiten gibt. Der Angler ist dabei, der Mensch, der sich immer wieder auf das Neue freut. Sogar dann, wenn tagelang keiner angebissen hat.
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